Kaminholz hacken: 5 ausführliche Tipps damit es leichter und besser geht geht.

  1. Kein Bücken mehr beim Holzspalten – Wie geht das?
  2. Welcher Hackblock sorgt für gutes und sicheres Holzspalten
  3. Der Autoreifentrick beim Kaminholzspalten
  4. Die richtigen Arbeitshandschuhe für die Holzarbeit
  5. Kaminholz stapeln im Wohnraum und Draußen

Kaminholz hacken ohne Bücken mit kurzem oder langem Sappie und Spaltaxt

So manch einer denkt sich nach 3 Stunden Holz hacken: „Das hacken und sprengen der Holzscheite macht ja Spaß, aber das Bücken tut echt weh.“ Rückenschmerzem bei Holzhacken durch das ständige Bücken vermeiden, wie erreichen wir das?

Abhilfe schafft hier ein Sappie oder Ochsenkopf. Kein Bücken – Kein Schmerz!

Defintion: Ein Sappie ist im Grund ein leicht gebogener sehr spitzer Metallhaken mit einem langen oder kurzen Stiel, den man in die eine Seite des Holzes schlägt.
In die andere schlägt man die untere Ecke (und nicht die ganze Schneide) der Spaltaxt, so kann man den Scheit fast nur mit den Armmuskeln auf den Spaltblock heben, ohne sich Bücken zu müssen.

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In diesem Beitrag habe ich schon einen Spalthammer, Drehspaltkeil und Sappie von Fiskars vorgestellt.

Den Sappie könnt ihr auch später gut gebrauchen um die unteren Lagen eures Holzstapels zu befüllen. Wenn ihr zwei kleine Sappies gekauft habt könnt ihr so sogar für die oberen Schichten stapeln und müsst euch bei hochheben der Scheite nur wenig bücken. Manchmal helfen schon 15cm die Rückenprobleme beim Bücken zu lindern, oder gar nicht erst aufkommen zu lassen. Menschen sind in der Hinsicht sehr unterschiedlich.

Der richtige Hackklotz erleichtert das Kaminholz hacken sehr – worauf es ankommt.

Def.: Der Spaltblock, Hackblock oder Hackkloz oder auch Hauklotz genannt ist der Holzblock auf dem das zu spaltenden Holzstück aufgesetzt wird, damit an es gut mit der Axt spalten kann.

Allgemeine Anforderungen an den Hackklotz

  1. Er muss hart sein, am besten aus einem Holz, das sich schlecht spalten läßt.
  2. Er muss stabil stehen: abgesehen von der Verletzungsgefahr, macht man sich sonst das Leben schwer beim Holzhacken
  3. Er muss die richtige Höhe haben, damit man den Schwung der Axt gut ausnuzten kann und sie mit der ganzen Schneide auftrifft.
  4. Wenn möglich sollte der Spaltklotz auf einer Stinplatte oder auf einem anderen harten Untergrund stehen.

Wie hoch sollte der Spaltblock oder Hackkloz sein?

Eine allgemeine Faustformel ist schwierig, weil es auf das zu spaltende Material und auf die Körpergröße des „Spalters“, also auf Euch ankommt.

Euer Spaltwerkzeug, also die Spaltaxtschneide sollte nach dem Schwung ziemlich Waagerecht aufkommen. Das ist die Zielhöhe.

Wenn ihr vielleicht 1,80 m groß seid und eure Spaltscheite ca. 40 cm lang sind, dann könnte etwas über Kniehoch schon passen. Aber Meschen haben z.T. sehr unterschiedliche Proportionenen. Probiert es aus. Vermutlich habt ihr zig unterschiedlich hohe und starke Holzblöcke rumliegen. Ihr könnt sogar Hauklötze aus Eiche (60cm hoch) bei Hornbach oder in anderen Baumärkten kaufen.

In einem Forum.garten-pur.de wird auch gesagt, dass man auf dem Lande einen Hackklotz geschenkt bekommt – na ja, nicht überall.

Wenn ihr das nächste mal Holzscheite zum selber zerhacken bestellt, dann fragt doch euren Holzlieferanten, ob er noch ein paar Baumscheiben oder Hauklötze übrig hat.

Ihr solltet aber, wenn möglich noch einen höheren Spaltklotz zusätzlich haben, damit ihr bequem kleinere Holzscheite spalten können um gutes, kleineres Anbrennholz herstellen zu können.

Der Autoreifentrick beim Holzhacken:

Wie kann ich mehr Holzscheite schneller und sogar sicherer spalten?

Immer nur einen Holzscheit nach dem anderen zu hacken kann langwierig sein, je nachdem welche Menge an Hackholz bei euch im Garten rumliegt.

Wenn euer Hackklotz groß genug ist, also einen größeren Durchmesser hat, so dass ihr einen alten Autoreifen drauflegen könnt, dann ist das schon die halbe Miete.

Wie geht ihr vor? 10 Schritte

  1. Autoreifen auf den Hackblock mittig legen, der Reifen soll vollständig auf dem Block liegen
  2. Die Holzscheite in den Autoreifen stellen 
  3. So viele Holzscheite rein tun, dass sie einigermaßen fest sitzen
  4. Dann anfangen einen Scheit nach dem anderen im Urzeigersinn spalten.
  5. Ihr müsst also genug Platz haben, um einmal rund um den Autoreifen herumlaufen zu können
  6. Denkt dran, ihr müsst auch von jeder Position aus mit der Axt nach hinten ausholen können
  7. Dann könnt ihr die gespaltenen Scheite einen nach dem anderen aus dem Reifen nehmen,
  8. Vielleicht müsst ihr noch bei dem einen oder anderen Scheit ein wenig die Teile auseinander reißen
  9. Dafür brauch ihr gute Handschuhe.
  10. Einen alten Autoreifen bekommt ihr bestimmt bei eurer örtlichen Autowerkstatt geschenkt oder gegen einen Obulus in die Kaffekasse.

Alternativ zu dem Autoreifen könnt ihr auch ein Seil oder ein Spannseil nehmen, das ist aber nicht so komfortabel.

Der richtige Arbeitshandschuh beim Holzhacken

Handschuhe sind nur was für „Weicheier“, die das sagen, mögen vielleicht ohne Handschuhe zurechtkommen, aber mit den richtigen Handschuhe wären sie einfach deutlich schneller. Arbeitshandschuhe für die Holzarbeit sind ein Werkzeug wie jedes andere auch.

Wieso also ist das Tragen Forst-Arbeitshandschuhen beim Holz-Spalten sinnvoll?

  • Handschuhe dämpfen die Rückschläge, wobei das neben der Schlagtechnik, dem Holzhärtegrad auch von der Spaltaxt abhängt.
  • Schnittschutzhandschuhe mit äußerer Beschichtung haben bei feuchtem Regen- und Schneewetter einen besseren Gripp als die nasse Hautoberfläche
  • Bei Kälte werden die Finger irgendwann doch klamm. Die Energie soll man aufs Schlagen und nicht auf das Aushalten der „Schmerzen“ lenken.
  • Der Schutz vor Holzspreißen und Ratschern in den Fingern ist zwar auch sinnvoll aus Sicht der Selbstschutzes, aber eben auch aus Sicht der Effektivität. Verletzte Hände arbeiten nun mal langsamer und vorsichtiger als komplett unverletzte.
  • Im Winter solltet ihr also warmhaltende stabile Schittschutshandschuhe tragen. Im Sommer müssen die Handschuhe immer noch robust sein, denn das Stapeln von hunderten gespaltenerer Holzscheite beansprucht die Handschuhe schon ordentlich.

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Kamin- und Brennholz richtig schichten: Der Abstand macht den Unterschied

Ihr wollt, dass euer mühsam geschlagenes Kaminholz schnell trocknet oder trocken bleibt. Warum ist Feuchtigkeit im Holz schlecht für die Wohnung und wie stapelt man Kaminholz richtig? 7 Schritte zum Holzstapeln im Wohnzimmer.

Kaminholz drinnen stapeln

Die Feuchtigkeit muss aus dem Holz! Warum?

Auch für das Stapeln und Aufbewahren der Holzscheite im Wohnhzimmer gilt, dass es die Belüftung des Holzstapels wichtig ist. Normalerweise ist die Luft in der Wohnung nicht gleich zu setzen mit Regen und Wind, dennoch schimmeln feuchte organische Stoffe auch in der Wohnung.

Das heißt für uns, die Feuchtigkeit, die noch im Kaminholz steckt, bleibt einfach lange in den Scheiten, da schimmelt zwar selten etwas, sofern das etwas feuchte Holz nicht ganz dicht an einer Außenwand gelagert wird. Aber:

Feuchtes Holz modert schon ein wenig und damit ist der leckere Holzduft in der Wohnung, doch nicht mehr ganz so lecker.

Feuchtes Holz brennt einfach nicht so gut, oder es fängt an zu pfeifen, oder schlägt mehr Funken, als es das durch das Harz eigentlich tun sollte.

Nicht zu letzt sollte man einfach auch die eigenen Wände schonen – Feuchtigkeit ist nie gut.

Ein einfaches Beispiel: Je nach Beschaffenheit der Wände oder der Heizleistung kann es sein, dass die Wand alleine schon durch die Luftfeuchtigkeit schimmelt, weil der massive Schrank, direkt an der Aussenwand „klebt“, am besten noch ohne Bodenfreiheit, und es so zu keinem Luftaustausch im Raum kommt.

 

Wie staple ich das Kaminholz am besten? 7 Schritte wie es geht

  1. Die unterste Ebene besteht aus quer gelegten Holzscheiten (also im 90° Winkel zur Rückwand) mit 10-15cm Abstand dazwischen.
  2. Die zweite Ebene des Holzes längs legen mit einer Handbreit Abstand zwischen den Holzstücken.
  3. Darauf die anderen Holzscheite quer legen ohne extra Abstände und hoch stapeln.
  4. Dabei darauf achten, dass ihr zur Rückwand 10 cm Platz lasst. Damit die Luft gut zirkulieren kann.
  5. Ab und zu einen Scheit nach hinten schieben um für zusätzliche Stabilität im Holzstapel zu sorgen ist gut.
  6. Nach 50cm hochstapeln könnt ihr wieder eine Lage Holzscheite längs legen und dann wieder den Rest quer
  7. Denkt immer an den Abstand zur Rückwand, auch wenn es nervt.

Bei Holzscheiten wird über die Endstücke 10-15% mehr Feuchtigkeit verdunstet als über die Längsseiten. Auch deshalb ist der Abstand zur Rückwand wichtig.

Kaminholz draußen stapeln

Für draußen gilt das selbe nur ist das Abstandhalten vom Boden und zur Rückwand noch wichtiger, weil ständig wetterbedingt Feuchtigkeit nachkommt.

Zum richtig Kaminholz lagern gehört:

  • Ein Dach über den Holzstapeln ist unbedingt sinnvoll. Den Rest trocknet dann der Wind.
  • Keine Feuchtigeit von unten darf hochziehen (Pfützen, ständiges Spritzwasser)
  • Im Sommer ist es gut, wenn das Dach abgenommen werden kann. Die Sonneneinstrahlung wirkt stärker als die Nässe durch gelegentlichen Regen.
  • Als unterste stabile Schicht eignet sich auch gut eine Europalette. Es kommt schlicht auf die Luftzierkulation an, damit der Wind sein Wirkung bestens seine Wirkung entfalten kann.

Wie lang braucht Kaminholz zum trocknen? (natürliche Lufttrocknung)

Als ganz grobe Regel kann man sagen, dass frischgeschlagenes Holz bei sachgerechter Trocknung in unter 1 Jahr als Brennholz gelten darf. Wichtig ist dabei allerdings, wann das Holz geschlagen wird. Wird das Holz noch im Februar geschlagen und zu Scheitholz gespalten hat man im Winter gutes Kaminholz. Das gilt bei natürlicher Lufttrocknung. Sehr ausführlich wird auf die Frage auf der Homepage vom Bundesverband Brennholzhandel und -produktion e.V. (Restfeuchte) eingegangen. Es gibt auch künstlich, schneller getrocknetes Scheitholz. Am Ende sollte der Nutzer also Holz verfeuern, dass eine durchschnittliche Holzfeuchte von 15% bis 20% aufweist.

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Zum Ende wünsche ich gutes und effizientes Kaminholz hacken. Der Lohn nach der Arbeit wartet schon.